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Aus Fremden werden Freunde

Mit Flüchtlingskindern des Kölner Appell gegen Rassismus. Hauptberuflich arbeite ich zu dieser Zeit bei der Firma König & Reeker und später bei den Acla Werken, und nebenher organisierte ich zusammen mit einer anderen Frau ( die ebenfalls nach wie vor gegen Rassismus aktiv ist ) ehrenamtlich eine Flüchtlingskindergruppe.
Man lernt auf diese Art und Weise sehr viele nette Menschen kennen. Kölner Appell

10 Gründe…

…die aus meiner Sicht dafür sprechen, Flüchtlingen zu helfen ( Reihenfolge zufällig ):
1.) Sie haben so viel Geld für die Flucht ausgegeben, daß sie mit fast nichts hier ankommen und sich über Unterstützung freuen. Von uns dagegen findet jeder sicher mindestens 3 Teile im Kleiderschrank, die nur noch aus Nostalgiegründen, sprich, weil irgendwelche Erinnerungen damit verknüpft sind, dort hängen und gar nicht mehr getragen werden. Warum also nicht etwas von seinem Überfluß abgeben?
2.) Häufig brauchen sie nicht nur materielle Unterstützung, sondern auch menschliche Zuwendung ( die vielleicht oft sogar noch dringender ). Jeder von uns, der schon mal etwas Schreckliches erlebt hat, weiß, daß es oft gut tut, einfach nur darüber zu reden. Was einige Flüchtlinge erlebt haben, ist für viele von uns kaum vorstellbar.
3.) Es bringt auch einen selbst weiter, über den Tellerrand zu schauen.
4.) Man verbessert seine Sprachkenntnisse, wenn man häufiger Englisch ( oder auch andere Sprachen ) sprechen muß.
5.) Wenn wir heute Flüchtlingen dabei helfen, sich zu integrieren und in der deutschen Gesellschaft ( die ihnen nun mal fremd ist ) klar zu kommen, haben wir morgen weniger Probleme.
6.) Flüchtlinge haben oft mehr Kinder als Deutsche. Wenn wir davon ausgehen, daß einige davon später hier arbeiten werden, hilft dies also dabei, den demografischen Wandel aufzuhalten.
7.) Flüchtlinge sollen merken, daß wir Vorgänge wie die in Köln zwar verurteilen, aber durchaus in der Lage sind, zu differenzieren und nicht alle über einen Kamm zu scheren.
8.) Es ist davon auszugehen, daß auch Flüchtlinge die rassistische Hetze in den sozialen Netzwerken mitbekommen und sie sollen merken, daß nicht alle Deutschen so denken.
9.) Es ist immer schön, nette Menschen kennenzulernen, egal, woher sie kommen.
10.) Wir sollten denen, die versuchen, mittels rassistischer Hetze und an den Haaren herbeigezogenen Rufmordgeschichten Stimmung gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer zu machen weder die Straße noch das Netz überlassen.

Gemeinsames Frühstück mit Flüchtlingen und Anwohnern in Duisburg-Neudorf

Dieses Frühstück wird von Kultursprung e.V. und der Flüchtlingshilfe Neudorf organisiert und findet jeden 1. Samstag im Monat in der Gustav-Adolf-Str. 65 statt. Jeder, der möchte, kann gerne vorbeikommen und sollte eine Kleinigkeit für das Büfett mitbringen.
Kleiner Tip: Man kann diese Gelegenheit auch nutzen, um seine Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden. Ein Punkt, der für mich als fremdspracheninteressierte ehemalige Schülerin der Euro-Sprachschule sehr interessant ist. Und die Leute dort sind super nett!!

Wann ist man eigentlich Gutmensch?

Gutmensch – ein lustiges Wort. Als hätte man so einen kleinen Heiligenschein auf dem Kopf. Dabei ist niemand perfekt. ( Derjenige, der ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein! ).

Vielleicht bedeutet Gutmensch zu sein, einfach, nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere zu denken, rücksichts- und respektvoll miteinander umzugehen und sich in der Not zu helfen. Insofern sollte eigentlich jeder Gutmensch sein.

Warum ich Flüchtlingen helfe, das hat ganz verschiedene Gründe. Zum einen war mein Vater selbst Flüchtling. Er ist Anfang 1945 aus Ostpreußen geflohen. Und seine Erlebnisse unterscheiden sich auch nicht wesentlich von dem, was die heutigen Flüchtlinge mitmachen. Auch damals gab es Leute, die meinten, die aus dem Osten „passen nicht hierher“ und schlug ihnen öfters Ablehnung entgegen.

Des weiteren kann sich niemand aussuchen, wo und unter welchen Umständen er geboren wird. Daß ich in Westeuropa zur Welt kam und meine Familie zwar nicht zu den Reichen, aber auch nicht zu den Armen gehört, ist reiner Zufall.

Weiterhin bin ich auch dazu erzogen worden, Menschen nach ihrem Charakter zu beurteilen und nicht nach ihrer Herkunft, ihrem Aussehen, ihrem Geld oder was auch immer.

Diese erzieherische Grundlage wurde durch meinen Lebensweg noch verstärkt.

Auch wenn ich mich nicht für sonderlich religiös halte, hatte der Besuch einer christlich geprägten Schule wie der Alfred-Delp-Schule doch seine Auswirkungen in Bezug auf Nächstenliebe.

Auch während meiner Ausbildung als Industriekauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin bei der Firma Caravans International Wilk und an der Euro-Sprachschule in Bad Kreuznach und meinen beruflichen Stationen hatte und habe ich es häufig mit Kunden und teilweise auch Kollegen aus aller Welt zu tun, ob es nun bei den Optischen Werken Schneider, König & Reeker, den Acla-Werken, der AHT oder über Hofmann Personal bei Siemens war.

Auch das prägt einen in Bezug auf Toleranz.

Letztendlich habe ich ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und wenn ich sehe, dass jemand leidet, kann ich nicht anders, ich muss etwas tun.

Aus diesen Gründen bin ich bei den Bildungslotsen für Duisburg und der Flüchtlingshilfe Duisburg Neudorf.

Und ich werde weitermachen, auch wenn es Leute gibt, die eine geradezu unglaubliche Diffamierungskampagne gegen Flüchtlingshelfer gestartet haben. Da insbesondere Duisburger Flüchtlingshelfer und Flüchtlingshelferinnen zum Ziel der Angriffe wurden, ist anzunehmen, dass es hier Individueen gibt, denen unsere Aktivität ein Dorn im Auge ist.

Diese streuen bewußt Unwahrheiten im Netz, um das Ansehen und den Ruf von Flüchtlingshelfern zu zerstören.

Ich wünsche mir, daß am Ende die Gerechtigkeit siegen wird und alle Menschen, egal woher, in Frieden miteinander leben können.

That’s why I do volunteer work…

I think I had a quite fortunate life up to now and except one big stroke of fate ( my uncle’s death in a car accident ) almost only experienced good things. I have a flat, a job, am healthy… and this is more than a lot of other people have. Furthermore, I have a caring partner, a loving family and a couple of nice friends. These all are reasons to be grateful. At the same time, it makes me feel obliged to help others who are not that fortunate. I decided to help children and refugees. Of course, there are also many other things which are worth doling – help the homeless, mistreated animals…but also my day has only 24 hours and since I haven’t yet won in the lottery or become millionaire in a TV show I still have to work a bit. Therefore I have to leave these things to others. Basically, it it not important what anyone does to help others as long as he does anything. However, there is one thing which is much much worse than not doing anything: To defame committed people on the internet. It seems incredible, but there are really people who do that. Their assertions, however, are as far from reality as Kim Jong II from the Nobel peace prize.