Archiv für den Monat Februar 2016

Aus Fremden werden Freunde

Mit Flüchtlingskindern des Kölner Appell gegen Rassismus. Hauptberuflich arbeite ich zu dieser Zeit bei der Firma König & Reeker und später bei den Acla Werken, und nebenher organisierte ich zusammen mit einer anderen Frau ( die ebenfalls nach wie vor gegen Rassismus aktiv ist ) ehrenamtlich eine Flüchtlingskindergruppe.
Man lernt auf diese Art und Weise sehr viele nette Menschen kennen. Kölner Appell

One Billion Rising

Etliche Menschen trotzten dem Wetter und tanzten auf dem Duisburger Bahnhofsvorplatz ( Portsmouthplatz ) gegen Gewalt an Frauen. Musikalisch begleitet wurden sie von der Sängerin Anja Lerch ( bekannt auch aus „The Voice of Germany“ ). Außerdem traten die Cheerleadergruppe der Werkstatt für Menschen mit Behinderung und die Tanzgruppe des Mädchenzentrums Mabilda auf. Billion

10 Gründe…

…die aus meiner Sicht dafür sprechen, Flüchtlingen zu helfen ( Reihenfolge zufällig ):
1.) Sie haben so viel Geld für die Flucht ausgegeben, daß sie mit fast nichts hier ankommen und sich über Unterstützung freuen. Von uns dagegen findet jeder sicher mindestens 3 Teile im Kleiderschrank, die nur noch aus Nostalgiegründen, sprich, weil irgendwelche Erinnerungen damit verknüpft sind, dort hängen und gar nicht mehr getragen werden. Warum also nicht etwas von seinem Überfluß abgeben?
2.) Häufig brauchen sie nicht nur materielle Unterstützung, sondern auch menschliche Zuwendung ( die vielleicht oft sogar noch dringender ). Jeder von uns, der schon mal etwas Schreckliches erlebt hat, weiß, daß es oft gut tut, einfach nur darüber zu reden. Was einige Flüchtlinge erlebt haben, ist für viele von uns kaum vorstellbar.
3.) Es bringt auch einen selbst weiter, über den Tellerrand zu schauen.
4.) Man verbessert seine Sprachkenntnisse, wenn man häufiger Englisch ( oder auch andere Sprachen ) sprechen muß.
5.) Wenn wir heute Flüchtlingen dabei helfen, sich zu integrieren und in der deutschen Gesellschaft ( die ihnen nun mal fremd ist ) klar zu kommen, haben wir morgen weniger Probleme.
6.) Flüchtlinge haben oft mehr Kinder als Deutsche. Wenn wir davon ausgehen, daß einige davon später hier arbeiten werden, hilft dies also dabei, den demografischen Wandel aufzuhalten.
7.) Flüchtlinge sollen merken, daß wir Vorgänge wie die in Köln zwar verurteilen, aber durchaus in der Lage sind, zu differenzieren und nicht alle über einen Kamm zu scheren.
8.) Es ist davon auszugehen, daß auch Flüchtlinge die rassistische Hetze in den sozialen Netzwerken mitbekommen und sie sollen merken, daß nicht alle Deutschen so denken.
9.) Es ist immer schön, nette Menschen kennenzulernen, egal, woher sie kommen.
10.) Wir sollten denen, die versuchen, mittels rassistischer Hetze und an den Haaren herbeigezogenen Rufmordgeschichten Stimmung gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer zu machen weder die Straße noch das Netz überlassen.

Was ich an Karneval mag, und was nicht

Es macht mir Spaß, mich zu verkleiden, auf die Straße zu gehen und zu feiern, Musik zu hören…Bei dieser Gelegenheit finde ich die ganzen kölschen Lieder sehr passend. Meine Favoriten sind schon seit einiger Zeit Brings, und zwar mit „Superjeile Zick“ und „Poppe Kaate Danze“.
Was ich nicht mag, sind die ganzen Alkoholexzesse. Warum kann man nicht feiern, ohne sturzbesoffen zu sein? Am Schlimmsten finde ich, wenn sich die Leute danach nicht mehr im Griff haben und aufeinander losgehen.
Daß man bei solchen Gelegenheiten ein bißchen was trinkt, gehört zwar dazu ( außer wenn Kinder dabei sind, dann sollte man gar nichts trinken ), aber es gibt immer Leute, die es gleich übertreiben müssen, und das finde ich unschön. Karneval

Ich frage mich gerade…

…was spätere Generationen wohl denken, wenn sie im Schulfach Geschichte von Pegida, von Fremdenfeindlichkeit bis hin zu Anschlägen auf Flüchtlingsheime lesen.
Zum Glück gibt es aber auch positive Geschichten, von denen sie hoffentlich auch erfahren werden. Ich finde es schön, daß so viele, wie z. B. beim Nachbarschaftsfrühstück in Duisburg-Neudorf, die Gelegenheit wahrnehmen, ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen. Nur durch die persönliche Begegnung können Vorurteile abgebaut werden. Ich habe dieses Problem zwar nicht so sehr, da ich auch auf der Arbeit als Industriekauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin z. B. bei den Optischen Werken Schneider, bei König & Reeker, bei den Acla Werken, bei AHT, bei Siemens…immer mit Menschen aus aller Welt zu tun hatte, verstehe aber, wenn jemand Angst hat vor dem Unbekannten. Da hilft es wirklich nur, jede Gelegenheit wahrzunehmen, sich kennenzulernen.